ComDirect Girokonto Tagesgeld PLUS und 1€/Monat Zinseszinsrechnung

Posted in Investing on June 28th, 2010 by admin – Be the first to comment

Ab und zu rappelt es mich mal und ich schnappe mir Excel und projiziere mein “(Un)Vermögen” in die Zukunft. So geschehen mit meinem ComDirect Girokonto. Als ich vor einer Weile viele Direktbanken ausprobierte, legte ich mir unter anderem ein kostenloses Girokonto bei der ComDirect Bank zu. Da ich ziemlich schnell mit dem Traden angefangen habe, bin ich aus den Schuhen des Depots der ComDirect gewachsen und habe dem ganze für eine Weile den Rücken gekehrt.

Nun stellte ich aber fest, dass die ComDirect damals jedem Neukunden versprach, pro Monat 1€ zu zahlen, für immer! Nun, das klingt erstmal super, nur ist es das auch? Ich meine klar, geschenktes Geld, keine Frage, aber nennenswert? Nunja, halb halb kann man sagen. Da es beim Girokonto so gut wie keine Zinsen gibt, dachte ich mir. Kann man ja wenigstens den einen € auf ein Tagesgeldkonto schieben. Gesagt getan, schnell das Tagesgeld PLUS online geklickt und 3 Tage später angefangen die Euros rüber zu schaufeln. Mit einem Dauerauftrag geht das sogar automatisch. Nun gibt es auf meinen monatlichen Euro ganze 2.1% Jahreszins. Wahnsinn. Nagut, wenn man bedenkt, dass wir im Schnitt ca. 2% Inflation haben, schon nicht mehr so und seit neuesten gibt’s ja auch noch die Abgeltungssteuer. Egal wie, meine Neugier war geweckt und schnell habe ich mal eine Excelltabelle gebastelt, ob da am Ende auch was bei rauskommt. Soviel kann ich jetzt schon sagen, natürlich kommt nicht viel bei rum. Aber die eigentlich viel wichtigere Erkenntnis ist ja bekanntlich nie das offensichtliche.

Wenn ich davon ausgehe, dass die ComDirect doch recht günstig ist (keine Kontoführung etc.) und auch recht Marktgerechte Tagesgeldzinsen zahlt und mir noch 1€/Monat schenkt und es sich trotzdem kaum lohnt, wie ist es erst dann bei anderen Banken? Bzw. wenn ich daran denke, dass es sehr viele Leute mit recht viel Geld gibt, welche es bei der Sparkasse auf ein Sparbuch legen, wo die Verzinsung lächerlich ist und wahrscheinlich die Kontoführung auch noch Geld kostet. Dann kann ich von hier aus, selbst ohne Exceltabelle sagen, die Inflation ist schneller.

Falls sich jemand durch meine unbezahlte ComDirect-Werbung ermuntert fühlt, das auch haben zu wollen, muss ich teilweise enttäuschen. Die Option mit 1€/Monat gibt es nicht mehr, alte Kunden bekommen das natürlich weiterhin, bis ans Lebensende. Allerdings ist ComDirect sehr spendabel was, Kunden werben Kunden, anbelangt. Wer also Interesse an einem Konto hat, maile mir doch vorher. Ich werbe gerne für Girokonto, Tagesgeld Konto, Depot etc. Das gibt jeweils 50€, ich mache gerne Halbe-Halbe.

Nungut, jetzt aber zum eigentlichen:

Ein paar Besonderheiten vorweg. Comdirect verzinst zwar auf Tagesbasis (für meine Tabelle habe ich monatsbasis angenommen) schüttet aber nur Quartalsweise aus. Daher entsteht der Zinseszinseffekt auch nur jedes Quartal. Ersichtlich wird das in der Spalte von “Steuern” und bei “Total Summe”. Im Prinzip hätte ich hier einiges, weglassen können bzw. mehr in Formeln “verstecken” können, ich wollte es aber so offensichtlich halten wie möglich. Damit man schön sieht, was man verdient, wieviel Steuern man zahlt usw. usf. Ich denke die erste Tabelle ist recht intuitiv, man kann den Startbetrag ändern, er steht hier auf 100. Der Grund ist, damit man im Diagram den Unterschied zwischen dem nominalen Vermögen und der nominalen Rendite sieht. Die Rendite ist hier ein wenig irreführend, da sie natürlich den 1€/Monat mit einbezieht. Falls man aber ein Konto ohne 1€ Bonus hat, kann man ja einfach den ersten Eintrag in der Tabelle ersetzen durch, entweder Null oder einen beliebigen anderen Ansparbetrag.

ComDirect ZinsesZins

Abgeltungssteuer:

Bei der Berechnung der Steuerabgabe und der Inflation bin ich mir nicht ganz sicher. Die Abgeltungssteuer, setzt sich aus den 25% und dem Solidaritätszuschlag von 5% zusammen. Beachte, der Soli ist 5% von der Abgeltungssteuer also 1,25% + 25% = 26,5%. Für die Kirchensteuer gilt das selbe, diese ist aber unterschiedlich und kann von jedem selber eingetragen werden.

Inflation:

Die Inflation habe ich am Ende von den jeweiligen Dekaden abdiskontiert. Da sie sonst nicht dem Zinseszins zur Verfügung stehen, was sie aber tun. Getrennt wird dies durch nominale und reale Größen, wobei real jeweils mit Inflation ist.

Comdirect Zinseszins 1Euro/monat (24)

Fazit:

Ziemlich ernüchternd würde ich sagen, um es milde auszudrücken. Trotz des 1€/Monat kommt über die Zeit nicht viel bei rum. Die eigentliche Erkenntnis hier sind für mich 3 Dinge.

  • Zinseszins ist super!
  • Inflation ist Sch**** ebenso wie Steuern
  • Zinsen unter 5% sind nutzlos, verhindern nur die Abwertung durch Inflation

Über 80 Jahre würde ich von der ComDirect so 960€ geschenkt bekommen. Wenn diese nach 80 Jahren auch noch 960€ Wert sein sollen, müsste ich einen Zins von 3.6% bekommen. Man sieht sehr schön, dass das Vermögen zwar exponentiell zunimmt, der Wert (real Total) aber logarithmisch abnimmt. Will heißen, das Geld verliert schneller an Wert als es sich vermehrt. Wenn man an der Zinsschraube dreht, kann man schön sehen, dass erst wenn man mit dem Zins jenseits der 5% Marke geht, man auch nachhaltig der Inflation davon kommt. Noch eine Anmerkung, die Steuer hat hier wider erwarten fast kein Gewicht. Das liegt daran, dass die Inflation an das gesamte Vermögen geht, die Abgeltungssteuer “nur” an die Renditen/Zinszahlungen.

Ich denke das war sehr lehrreich, Verbesserungsvorschläge und Korrekturen sind sehr willkommen.

The Animal Spirits

Posted in Economics on June 28th, 2010 by admin – Be the first to comment

Nice thing about Hayek vs. Keynes. Somehow, I thought Keynes is dead, but apparently it’s more appealing to politics, because it involves action and spending. However, Russ Roberts did a good job on that one. Have a look at www.EconTalk.org

Moral vs. Science

Posted in Science on March 23rd, 2010 by admin – Be the first to comment

Again, TED puts out a presentation worth watching. I always wondered, especially in democratic societies where the majority decides about policies, how the truth or the right answer prevails. Usually politicians or opinion leaders in general are victims to moral hazard by exposing themselves to minority opinions even though they know for sure that they are right or scientifically proven. The welfare state is a prime example. We all want to keep our social conscience and see it as our moral duty to enforce it in public even though we are critical about it. So most people don’t look at the facts or decide by the consequences, they judge by moral. If I put the public to a vote, guarantying them a basic income of 2000$ no matter what, most of them would probably vote for it even though they have doubts or think that it is wrong generally speaking. The same applies for all the other Robin Hood like principals like taxing the banks or bankers, taxing bonuses or in general taking from the rich and giving it to the poor. The German “Left Party” even put this contradiction up in commercials by advertising “wealth for everybody” on one poster and “taxing wealth” on the next for the same election. Well, there I can’t really decide which side I want to be on, the wealthy or the wealthy. This shows very well that spoiled country such as Germany are focused way to much on the redistribution of wealth instead of creating it, but that’s a long story.

Another example is the fear for terrorism. The statistical likelihood of being a victim to terroristic activities in Germany is ZERO. It is more likely that you are getting killed in a car accident or heart attack or even wrong medication which is estimated to account for every second death. Yet, we still spend millions of Euros to increase so called prevention. Now most people know that limiting your hand luggage fluids to 100ml doesn’t help or turning of your phone on the airplane. Still we accept it, even studies show that all the scanning technology has made airports and flights less safer because security is only focused on what comes through their scanner and not on the suspicion of the traveler.

Now, one of the crucial thing about democracy is that everybody can have an opinion about anything but does that mean they should? I’m not a football fan but I like the quote “Every fan is a national coach” meaning each fan is a football expert and knows it better than the coach or the players, which off course is not true otherwise they would be on the field and not off the field. For myself I try to base my opinion solely on facts otherwise I don’t have an opinion or as Helmut Schmidt puts it, “I haven’t thought about that”. Meaning I haven’t come to a conclusion yet, I don’t have all the facts or I just have never thought about it so neither is the case. We usually expect political parties or other organizations in that field to form the public opinion, the media, institutions and so on. But they all somewhat depend on each other and are therefor stuck in the system hence an honest politician must be an oxymoron?

The main contradiction here is the gap between Deontological Ethics and Consequentialism. Coming back to the TED presentation by Sam Harris, moral even damaging moral wins over rational. Or as Kurt Tucholsky put it “Never Underestimate the Power of Stupid People in Large Groups”

Das Leid mit dem Handgepäck

Posted in Flying on March 2nd, 2010 by admin – 1 Comment

luggageMir steht wieder einmal ein Flug mit einer Billigairline bevor und es tut sich das leidige Problem der Gewichtsbeschränkung des Handgepäcks auf. Ich frage mich ernsthaft, wie man Auflagen von 5 oder 6 Kg erfüllen soll, wenn alleine der Trolly schon fast 2 Kg wiegt.

Bei meinem letzten Flug nach Stockholm, konnte ich den gnadenlos günstigen Preisen von Ryanair nicht widerstehen und flog von “München West” (also Memmingen/Allgäu) für 16€ nach Stockholm und zurück. Gut, schon alleine die Busfahrt zum Memmingen Airport, dauerte so lange wie der ganze Flug und koste genauso viel. Dennoch, unterm Strich immer noch günstig. Fliegen wie Bus fahren könnte man meinen. Bei Ryan Air gibt es nur den Online Check-In und es wird lediglich vor Abflug bzw. vor dem Security Check der Ausweis und Boarding Pass verglichen und nebenbei auf die Waage verwiesen, wo jeder sein Handgepäck wiegen lassen muss. Nun hat Ryan Air, im Vergleich zu anderen Airlines, noch halbwegs humane Handgepäck Gewichte von 10kg.

Diesmal geht es mit Germanwings von München nach Berlin. Germanwings orientiert sich mit seinem Handgepäckgewicht an der Mutter Lufthansa, welche nur 8kg zulässt. Bisher habe ich immer ein Gepäckstück aufgegeben und daher auch am Flughafen erst eingecheckt. Jetzt allerdings mit Online Check-In und nur Handgepäck, welches bereits mehr als 8kg wiegt und dennoch halb leer ist. Trolly + Laptop + Kamera wiegen schon 5 kg. Ich bin mal gespannt ob sie irgendwo eine extra Waage beim Boarding auspacken. Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern so etwas schon einmal gesehen zu haben. Genausowenig wie von den Gepäckstück Größenbegrenzern je Gebrauch gemacht wird.  Ein gepflegter Hinweis auf den Verlust der Lufthansa von 2009 und das weitere “Kunden vergraulen wollen” könnte vielleicht hilfreich sein, genauso wie der halb leere Flieger. Sonst muss ich mir eben meine Kamera und ein Buch in die Jacke stecken, we’ll see!

To be continued …

Dennoch komme ich wieder nicht umhin mir meine betriebswirtschaftlichen Gedanken zu machen. Auch wenn ich keine Ahnung von der Luftfahrtindustrie habe, hier mal ein paar Überlegungen, ich lasse mich ja gerne Aufklären.

Nach ein wenig Überlegung frage ich mich, was das Theater mit dem Handgepäck überhaupt bringt. Viel weniger als 8kg geht kaum noch. Fluggesellschaften mit 5-6kg machen eine Ausnahme für Laptops, so dass eh wieder ca. 8kg bei rauskommen. Nach ein wenig Nachforschung komme ich darauf, dass eine A320 auf 100km ca. 5l je Passagier verbraucht. Wenn ich das auf eine Entfernung von MUC – SFX und in Kg herunter rechne, kommt man auf: 5l x 6  (Entfernung 600km) / 80kg (durchschnittlicher Passagier), also ca. 0,375l/kg. Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass Germanwings immer mit einer A320 fliegt, also ca. 140 Passagiere. Kommt man auf 140kg Mehrgewicht (wenn der Flieger voll ist) je Kilogramm Handgepäck. Will heißen, wenn Germanwings einem 2Kg mehr, also 10Kg gewähren würde, könnten sie 280Kg weniger zuladen und es würde ihnen je Passagier 0.75l Kersosin mehr kosten.  Nun die Rechnung ist sicherlich stark vereinfacht und Germanwings bzw. Airlines generell werden ihre Gründe haben warum sie weniger Handgepäck zulassen. Dennoch frage ich mich ob sich das lohnt. Andere Fluggesellschaften, Amerikanische und selbst Französische gewähren bis zu 18Kg. Es gibt also durchaus Gründe, Passieren diesen “Umstand” zu ersparen. Nach meiner Rechnung kommen bei einem Kerosinpreis von ca. 1€, für 1Kg Handgepäck ca. 37Cent an Kosten auf die Airline zu. Wenn man noch bedenken möchte, dass dadurch auch in gleichem Maße weniger Fracht transportiert werden kann, verdoppele ich halt die Annahme und Runde auf 1€/Kg Handgepäck auf, wobei ich noch nie großartig viel Fracht bei den Billigfliegern gesehen habe. Wenn man also 10Kg statt 8Kg zulassen würde, wären das max. 2€ an Mehrkosten. Bei durchschnittlichen Ticketpreisen für innereuropäische Flüge von weit über 100€ ein verschmerzbarer Kompromiss für mehr Kundenzufriedenheit, wie ich finde. Ein Argument wie, es sind halt Billigflieger, hingt ein wenig, da auch Lufthansa nur 8Kg zulässt und der Branchenprimus der Billigflieger RyanAir 10Kg zulässt.

In diesem Sinne: “Nur Fliegen ist schöner!”

Update 1:

Viel Wind um nichts, Online Check-In ohne Gepäckaufgabe und das Handgepäck interessiert keinen Menschen. Auf dem Rückflug habe ich es dann übertrieben und locker 15Kg dabei gehabt, auch kein Problem.

Kurz noch ein Hinweis auf den Online-Check-In mit dem Handy. Germanwings bietet dieses seit neuestem an. Hierbei wird einem eine Email oder SMS mit einem 3D Barcode auf das Handy geschickt, welches man beim Securitycheck als auch beim Boarding vorzeigen muss. Allerdings weit gefehlt, wenn man jetzt davon ausgeht, dass einem nun effiziente und moderne technische Abfertigung erwartet. Die Frau beim Securitycheck hat mich angeguckt, als wenn sie das erste mal in ihrem Leben ein iPhone gesehen hat und beim Boarding durfte ich extra “zum Kollegen” der im Computer nach mir suchte, anstatt irgendwas mit dem tollen 3D Barcode zu veranstalten. Immerhin werde ich so vom Drucker suchen erlöst, wenn keiner für den Online Check-In zu finden ist. Prinzipiell kann man ja auch noch an den Self-Check-In Terminal am Flughafen einchecken, doch da bilden sich oft Schlangen und es kostet Zeit, mit dem Handy kann ich das fast noch auf den durchaus längeren Fahrten zum Flughafen erledigen oder wenn mir der Sitzplatz wichtig ist, Tage vorher.

Update 2:

Ein weiteres Update. Diesmal war ich mit Emirates und United Airlines, interkontinental unterwegs, auch hier keinerlei Probleme. Selbst mit mehren Handgepäckstücken sagt keiner was (OK, ich habe mich auch etwas bemüht es ihnen nicht gerade unter die Nase zu halten). Nur wenn das Handgepäck schwer aussieht oder ähnliches kommen sie beim Check-In auf die Idee mal zu wiegen. Aber dafür gibt es ja jede Menge Selbstbehelfsterminals oder eben den Online-Check-In.

Fazit:

Es scheint ein eindeutiges Phänomen der Billigflieger zu sein, besonders Ryanair ist hier zu nennen. Alle anderen kümmern sich kaum darum, zumindest nicht sehr “sichtbar”. Mir scheint diese Regelung eher eine Handhabe zu sein, falls es mal darauf ankommt. Sodass die Airline Kunden auch belangen können, finanziell wahrscheinlich, wobei ich mir das beim momentanen wirtschaftlichen Umfeld kaum vorstellen kann. Wer also noch Berichte hat, welche Airlines wann, wie und wo wiegen oder sonstige Schikanen veranstalten. Bitte ein Kommentar hinterlassen.

Bildertest

Posted in General on December 21st, 2009 by admin – Be the first to comment